Tagesstätte feiert 15-jähriges Bestehen

Seit 2006 unterstützte unsere Tagesstätte 120 Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen durch ein tagesstrukturierendes Angebot.

Die Tagesstätte der GfS feiert im Jahr 2021 ihr 15-jähriges Jubiläum: 2006 eingerichtet, unterstützte sie seit dem 120 Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen durch ein tagesstrukturierendes Angebot, zu dem Beschäftigungsgelegenheiten genauso gehören wie Gemeinschaft und Freizeitaktivitäten.

Rund 30 Stunden pro Woche verbringen die Teilnehmenden in der Tagesstätte. Montags und freitags treffen sich alle im Gruppenraum. Dann wird geplant und die anstehende Woche besprochen. Das Angebot besteht aus verschiedenen Gruppenaktivitäten zur Förderung der Gemeinschaft, Entwicklung von Stabilität und Aufbau von Tagesstruktur. Dazu gehören kreatives Gestalten, Bewegung, kulturelle Aktivitäten genauso wie gemeinsame Mahlzeiten und Gesellschaftsspiele.

Die Teilnahmedauer ist nicht begrenzt. Aktuell nutzen 22 Menschen das Angebot, das seinen Mittelpunkt im Fachbereich Beratung & Betreuung der GfS in der Friedensstraße hat.

Zur Tagesstruktur gehört auch die Nutzung von Arbeits- und Beschäftigungsangeboten. Die Teilnehmer sind beispielweise im Service der Kontaktstelle West beschäftigt, einem Treffpunkt für Menschen mit Psychiatrieerfahrung und Suchterkrankungen, der sich ebenfalls im Haus befindet. Einige sind auch im Kiosk am Siegfriedplatz tätig, ebenfalls ein Beschäftigungsprojekt der GfS. Dabei arbeiten alle so viel, wie sie können und sich zutrauen.

"Jeder bringt sich so ein, wie er oder sie ist"

"In den vergangenen 15 Jahren haben wir es vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ermöglicht, ihren Alltag wieder besser bewältigen zu können", sagt Thorsten Buick, Leiter des Fachbereichs Beratung & Betreuung, und freut sich darüber. „Jeder bringt sich hier so ein, wie er oder sie ist“, ergänzt Michael Kinder, der Leiter der Tagesstätte. „Das soziale Miteinander funktioniert. Auch die Bereitschaft, für sich selbst und für andere Verantwortung zu übernehmen ist sichtbar.“

Wie sehr die Teilnehmer auf diese Form der Unterstützung angewiesen und wie sehr sie mit ihrer Tagesstätte verbunden sind, zeigte sich besonders in Zeiten von Corona. Alle waren im Lockdown plötzlich auf sich selbst zurückgeworfen und konnten zunächst nur über indirekte Wege wie Telefonate, Gruppentelefonie, Onlineangebote und Briefe wieder in Kontakt kommen. Schnell entwickelte sich aber eine neue Regelmäßigkeit, in der sich Gruppen zu Onlinespielen trafen oder z. B. Tagesstätten-Chats regelmäßig und intensiv genutzt wurden. Auch nach der Wiedereröffnung der Tagesstätte war für alle klar, dass Einschränkungen gern in Kauf genommen werden, um den grundlegenden Bedarf an Gemeinschaft, sinnvoller Tagesstruktur und Unterstützung im Alltag wieder zu gewährleisten. Dabei werden die Hygieneregeln verbindlich befolgt.

Die Tagesstätte ist einer von mehreren Bausteinen, die die gemeindepsychiatrische Versorgung in Bielefeld ausmachen. Die GfS bietet noch weitere Unterstützung in Form von ambulanter Eingliederungshilfe, intensiven Wohnformen, niedrigschwelligen Kontaktangeboten, psychologischer Beratung sowie Unterstützung für Psychiatrieerfahrene mit Minderjährigen im Haushalt an. Finanziert wird die Tagesstätte über den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL).

 

Die Teilnehmenden der Tagesstätte gestalteten ein Gemeinschaftsbild, das die Räume der Tagesstätte schmückt.

Gesellschaft für Sozialarbeit Bielefeld e.V.
Am Zwinger 2-4, 33602 Bielefeld

0521 52001-0
Montag bis Freitag, von 8 bis 17 Uhr

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