Stärker aufgestellt: Ambulantes Wohnen für Menschen mit geistiger Behinderung

Die Gesellschaft für Sozialarbeit Bielefeld e.V. (GfS) stärkt ihr Angebot zur sozialen Teilhabe für Menschen mit geistiger Behinderung

Was bislang nur punktuell genutzt wurde, erhält nun mit dem Fachbereich Teilhabe & Assistenz eine klarere Struktur, mehr Sichtbarkeit und einen strategischen Ausbau.

Wieder aufgegriffen – neu strukturiert
Bereits seit 2013 verfügt die GfS über eine entsprechende Leistungsvereinbarung mit dem LWL im Rahmen des Ambulant Betreuten Wohnens (ABW). Damals wurde das bestehende Konzept für Menschen mit psychischer Erkrankung und Abhängigkeitserkrankung um die Zielgruppe der Menschen mit geistiger Behinderung erweitert. „Übergangsweise wurden einzelne Klienten von uns über diese Leistung betreut – aufgrund geringer Fallzahlen geriet das Angebot zeitweise in den Hintergrund“, berichtet Thorsten Buick, Fachbereichsleiter Beratung & Betreuung.
Nun wird es unter neuen strukturellen Bedingungen wieder aktiviert – mit dem Ziel, eine echte Alternative zu stationären Wohnformen zu schaffen. 

Individuelle Unterstützung im eigenen Wohnraum
Seit dem 1. Februar bietet das Team im Fachbereich Teilhabe & Assistenz personenzentrierte Unterstützung für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen im eigenen Wohnumfeld an. „Die Leistungen richten sich an Menschen mit leicht bis mittelgradiger geistiger Behinderung – etwa mit Down-Syndrom oder hochfunktionalem Autismus – und ermöglichen individuelle Assistenz in der eigenen Wohnung oder einer selbstgewählten Wohnform“, erklärt Nina Alhäuser, kommissarische Fachbereichsleiterin Teilhabe & Assistenz.

Teilhabe konkret gestalten
Unterstützt werden die Klienten durch Fachkräfte aus Heil- und Sozialpädagogik, etwa bei Alltagsstrukturierung, Arztbesuchen oder Behördenkontakten. „Ich begleite Menschen nicht nur im Alltag, sondern auch auf ihrem Weg zu mehr Selbstbestimmung“, freut sich Sozialpädagogin Birgit Altevolmer über ihren vielfältigen Job.

Perspektive: Ausbau geplant
„Wir bieten damit auch Menschen mit geistiger Behinderung ein durchlässiges Unterstützungsangebot: von Wohngemeinschaften mit hohem Assistenzbedarf bis hin zum selbstständigen Wohnen mit punktueller Unterstützung. Die verschiedenen Leistungen werden von jeweils spezialisierten Teams begleitet, die eng zusammenarbeiten und so eine koordinierte, passgenaue Begleitung ermöglichen“, erklärt Thomas Brandauer, Vorstand der GfS. In Zukunft soll das Angebot weiterwachsen – orientiert am Bedarf und im engen Austausch mit Leistungsträgern. Damit knüpft die GfS an frühere Entwicklungen an und schafft zugleich eine zukunftsfähige Grundlage für mehr Teilhabe im Alltag.

Bildunterschrift: Birgit Altevolmer, Anne Plaß und Corinna Kraze-Münstermann stellvertretend für das neue Team des ABW. (v.l.)

Foto: GfS

 

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