Ziel des Besuchs war es, neue Perspektiven kennenzulernen und Impulse für die eigene Arbeit zu gewinnen – ganz im Sinne eines offenen Austauschs und des Blicks über den Tellerrand.
Im Mittelpunkt stand das Organisationskonzept von Welser, das sich durch eine moderne Struktur auszeichnet: Statt klassischer Hierarchien setzt das Unternehmen auf aufgabenbezogene Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten in sogenannten „Circles“. Innerhalb dieser Kreise sind Rollen klar definiert, wobei zwischen fachlicher und persönlicher Leitung unterschieden wird. Dieses Modell bietet den Mitarbeitern vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten und fördert Eigenverantwortung sowie Transparenz.
Für die GfS war es spannend zu sehen, wie solche Ansätze in einem industriellen Kontext umgesetzt werden. Dabei ging es nicht um eine direkte Übernahme des Konzepts, sondern vielmehr darum, Anregungen zu sammeln und zu reflektieren, welche Elemente – etwa die klare Rollenverteilung oder die Förderung individueller Stärken – auch in sozialen Einrichtungen sinnvoll sein könnten.
Neben dem fachlichen Austausch erhielten die Teilnehmer bei einer Werksführung einen lebendigen Einblick in die Produktionsprozesse und die Geschichte des Unternehmens. Die Kombination aus Tradition und Innovationsfreude beeindruckte und regte zum Nachdenken über eigene Strukturen an. Besonders positiv aufgefallen ist die Verbildlichung der Firmengeschichte unter Berücksichtigung historischer Ereignisse über 9 Meter entlang einer Wand in der Firmen-Kantine. „Diese Art der Darstellung der Firmengeschichte ist sicherlich etwas, das wir uns von Welser abschauen können“, so Thomas Brandauer, Vorstandsvorsitzender.
Der Besuch war ein wertvoller Beitrag zur Weiterentwicklung der GfS – nicht durch konkrete Veränderungen, sondern durch Offenheit für neue Denkweisen und die Bereitschaft, Entwicklungen im Auge zu behalten. So lassen sich langfristig positive Effekte für Mitarbeiter und Organisation ableiten.

