Atilla und Patrica Bezdüz informieren sich bei einer Mitarbeiterin über das Konzept und die Angebote der Kleinen Strolche.

Die künftige Kita kennenlernen

12.12.2019

Wer ein Neugeborenes hat, muss sich frühzeitig um einen Kita-Platz kümmern. Bereits jetzt laufen die Anmeldungen für das kommende Kita-Jahr, das zum 1. August 2020 startet, also rund neun Monate zuvor. Der Tag der Offenen Tür des GfS-Kinderhauses "Die kleinen Strolche" hatte so vor allem ein Ziel: Interessierten Eltern zu ermöglichen, die Räumlichkeiten und Mitarbeitenden der Kita kennenzulernen.

Die Möglichkeit nahmen an einem Samstag Vormittag zahlreiche Eltern an. Meistens kamen sie mit ihren kleinen Kindern, betrachteten die Räumlichkeiten. "Wir wohnen hier in der Nähe. Die Kita gefällt uns, sie ist klein, gemütlich, fast schon kuschelig", sagt Patricia Bezdüz. Zusammen mit ihrem Mann Atilla sucht sie Kita-Plätze für ihre beiden Kinder Yusuf und Sena. Yusuf wird im kommenden Sommer 4 Jahre sein, Sena dann zwei. Für beide Kinder hat das Kinderhaus die passenden Angebote, verfügt es doch über Gruppen für Unter- und Überdreijährige und sogar eine Gruppe für Ein- bis Sechsjährige. Der Tag der Offenen Tür bietet die Gelegenheit, mit den Fachkräften ins Gespräch zu kommen. Dann kann gefragt werden, ob das Essen geliefert oder frisch gekocht wird oder etwa, ob die Einrichtung konfessionell gebunden ist und Besuche in einer Kirche anstehen.

Wem die Einrichtung gefällt, der füllt direkt einen Bewerbungsbogen aus. Das machen an diesem Vormittag zahlreiche Eltern. Sie wissen: Nur der frühe Vogel fängt den Wurm. Im Prinzip wählen Eltern zwei Wege: Den direkten Kontakt zu einer Kita und die Anmeldung ihres Kindes in "Little Bird". Insgesamt fünf Kita-Nennung seien bei der Anmeldung über das stadtweite Vergabesystem "Little Bird" möglich, berichtet Anna Langer, Erzieherin bei den Kleinen Strolchen. Bereits im Winter fällt die Entscheidung. Es gibt noch Gespräche mit der Kita und dem Träger, also der GfS. Anfang 2020 folgen dann Zu- oder Absagen. "Wir haben da keine Prioritäten. Einzige Ausnahme: Wenn möglich, werden Geschwisterkinder aufgenommen", führt Anne Langer weiter aus.

Das Kinderhaus Die Kleinen Strolche hat noch eine Besonderheit. Rund 100 Meter Luftlinie vom Kinderhaus befindet sich eine weitere Gruppe in der Eisenbahnstraße, unmittelbar neben der dortigen Unterkunft für Geflüchtete. Der von Julia Popova geleiteten Schmetterlingsgruppe gelingt es, Kinder aus geflüchteten Familien mit Kindern aus dem Stadtteil zu mischen. "Das klappt ganz wunderbar und ist für alle Beteiligten eine Bereicherung", sagt Renata Sajda, Leiterin des Kinderhauses.

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