Gleich gehts los!

Ebenfalls vor dem Start. Dieser war durch ein groß aufgespanntes Transparent markiert.

Mit vollem Tempo durch den Park.

Viel Arbeit: Arne Thon befestigt zuvor abgefallene Pedalen.

Super Mario lebt!

28.09.2019

Super Mario lebt! Viele Marios ab 8 Jahren waren beim "Real Life Mario Kart" auf der BMX-Bahn im Bultkamppark zu bestauen, neben und auf der Rennstrecke. Für alle die Super Mario nicht kennen: Es handelt sich um eine nach wie vor beliebte Videospielfigur, entstanden bereits in den 1980ern, adaptiert für Playstations, Computer und Smartphones und aktiv in inzwischen zahllosen Games. Bei Mario handelt es sich aber immer um einen schnauzbärtigen Klempner mit blauer Latzhose und einer roten Schirmmütze mit einem M-Symbol. Die Idee zum Real Life Mario Kart hatte Arne Thon, Mitarbeiter des Treffpunkts Stapelbrede. "Ich habe hier im Park die BMX-Bahn gesehen und dachte, ein Kart-Rennen zu machen, das wäre doch mal was". Karts sind einsitzige, kleine Renner, die mit Motor oder in diesem Falle vor allem mit der Kraft der Beinmuskulatur angetrieben werden. Und Karts – die gibt es eben auch in der fiktionalen Super Mario Welt.

Arne Thon leitet die Jungen-Gruppe im Treffpunkt Stapelbrede, stellte dort die Idee vor und stieß bei seinen Kids sofort auf Begeisterung. Für das Event vernetzte er sich mit den beiden HoTs in Schildesche und Wellensiek. Die machten mit. So bildete sich für einen spätsommerlichen Freitagnachmittag ein kleines Lager am Rennort, ausgestattet mit Pokalen, Start- und Zielbannern und einer Flagge, mit der das Rennen abgewunken werden konnte. Da Rennfahren mit Pedalkraft Appetit macht, wurden an einem Stand Hot-Dogs gereicht. Was fehlte, war allerdings eine Boxengasse. Einige Karts machten schlapp, es fielen schlicht die Pedalen ab. Das ist mitten im Rennen ziemlich blöd. Arne Thon musste schrauben, mit wenig Werkzeug und zwischen zwei Bänken.

Beim Rennen konnten Jungen und Mädchen mitmachen. Drei Durchgänge wurden gefahren: der erste war ein Einzelzeitfahren, beim zweiten traten jeweils drei Fahrer*innen gegeneinander an und der dritte war ganz besonders. "Wir haben in der Gruppe vorher überlegt, wie wir einzelne Elemente aus dem Computerspiel ins echte Leben übertragen können", erläutert Arne Thon, "herausgekommen sind hinten an den Karts angebrachte Luftballons, die ein gegnerischer Fahrer zum Zerplatzen bringen kann, was dann das Ausscheiden des getroffenen Fahrers bedeutet". Zudem waren an der Strecke Wasserbomben verteilt, wer damit getroffen wurde, bekam eine Zeitstrafe. Entnommen sind die Ideen der sogenannten "Ballonbalgerei" aus einem der zahlreichen Mario-Spiele.

Bevor es aber überhaupt losgehen konnte, haben die Kids in den Treffpunkten und Hots die Kart-Bausätze zusammengeschraubt. Durchaus teambildend sei das gewesen, berichtet Arne Thon. Auch dem Aufruf sich zu verkleiden folgten viele, so dass bei dem Event verdächtig viele kleine Marios herumflitzten oder herumfletzten, manche sogar mit angeklebtem Schnäuzer.

"Durch die spielerische Inszenierung von Ereignissen konnten die Kinder unterschiedliche Handlungsweisen erproben. Darüber hinaus war es ein echter Spaß und eine gute Möglichkeit für die Kinder der Einrichtungen, zusammenzukommen und gemeinsam den Sommer zu verabschieden", sagt Arne Thon.

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