Hatte alles im Blick: Heinz Kirchner als Schiedsrichter.

Turbulenzen vor dem Tor.

Wer spielt als nächstes? Durchsagen kamen aus dem Infozelt.

Gespanntes Zuschauen von der Bande aus.

Alexander Karbouj hatte mit der Torwand ein zweites Angebot geschaffen und notierte die Ergebnisse.

Das Ziel visieren und ab gehts: Auf die Torwand zu schießen, wurde von den Kids gut angenommen.

Rasen ist auch Straße

08.06.2019

Streetsoccer auf Rasen: das geht. Denn ein recht ungepflegtes Stück Grün an der Buswendeschleife im Oberlohmannshof kann durchaus auch als Straße gelten, eben war der Platz jedenfalls nicht. Das störte die bunt zusammengewürfelten Teams nicht, sie pölten drauf los. Heinz Kirchner, Leiter des Treffpunkts Oberlohmannshof, bewegte sich als Schiedsrichter ganz in schwarz stilvoll und kundig innerhalb des Kleinfelds. Eingerahmt wurde das Geschehen durch eine blaue Bande, die aufgeblasen hin- und her wabberte.

Auf dem Feld tobten sich Teams aus dem Stadtteil aus, darunter auch zwei Mädchenteams. Zwischen 7 und 14 Jahren waren die Teilnehmenden. Wie immer, sollte der Spaß im Vordergrund stehen, und obwohl hier und da der Ehrgeiz aufblitzte, tat er es auch. Um die Wartezeiten nicht zu lang werden zu lassen, gab es in diesem Jahr erstmals parallel auch ein Torschusswand. Die betreute Alexander Karbouj vom Treffpunkt. Er pfiff zwar nicht, hatte aber alle Hände voll zu tun. Jedes Kind hatte sechs Schuss, die Öffnungen in der Torwand hatten unterschiedliche Punktzahlen. Also galt es, Namen und Punkte zu notieren und für Disziplin an der Antrittsstelle zu sorgen. Die Kinder mit den meisten Punkten konnten Trikots, einen Fußball, zwei echt unterschriebene Autogrammkartensets von Arminia Bielefeld oder schlichter Duschgel gewinnen.

Das Turnier ging in diesem Jahr in seine 18. Runde, es wird bielefeldweit an unterschiedlichen Standorten ausgetragen. Die Bielefelder Street Soccer Tour wird stadtweit vom Fan Projekt Bielefeld, der Von Laer Stiftung und der Sportjugend Bielefeld organisiert. Seit einigen Jahren ist auch der Oberlohmannshof dabei. Gespielt wird in Fünferteams in zwei Altersklassen. Die Gewinnerteams bleiben im Wettbewerb, das Finale findet sogar auf der Alm statt – vor einem Bundesligaspiel.

Die Gewinner des Nachmittags waren bei den Mädchen der FC Kurden, bei den Jungs gewannen bei den Jüngeren der FC KFC Killa und bei den Älteren die 3 Kings. Klingt fantasievoll, aber wie immer konnten sich die Teams selber Namen geben.

"Es war wie immer bei diesem Turnier mächtig Trubel. Die Kinder hatten ihren Spaß", sagt Alexander Karbouj, Mitarbeiter des Treffpunkts Oberlohmannshof.

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