Das Brettspiel am Stand des Treffpunkts Liebigstraße begeisterte vor allem die Jüngeren.

Der Vorbereitungskreis des Festes: (v.l.) Ursula Dümmer (Petrikirche), Erhan Kara (Treffpunkt Liebigstraße) Lothar Klemme, Leif Pollex (Stadtteilkoordinator) und Astrid Harloff (Rektorin Volkeningschule).

Ringen und Raufen unter ordnender Anleitung.

Tanzdarbietung von Kindern der Volkening-Schule.

Kunterbunt und wetterfest

12.05.2019

Das kühle Wetter samt Schauer konnte rund 1.000 Besucher nicht daran hindern, die 32. Auflage des Stadtteilfests Ost zu besuchen. "Der große Zuspruch macht den guten Zusammenhalt im Quartier deutlich und zeigt, dass unsere Angebote bei den Menschen ankommen", berichtet Erhan Kara, Leiter des Treffpunkts Liebigstraße und einer der Organisatoren des Fests. Das Fest fand auf dem Gelände der Volkening Schule an der Petristraße statt.

Die Besucher kamen vor allem aus dem Viertel zwischen Heeper- und Eckendorfer. Kaffee und Kuchen gab es wegen der wackeligen Witterung dieses Mal drinnen, ansonsten verteilten sich auf dem Schulhof zahlreiche Zelte und Stände. Die allermeisten Angebote, wie etwa Tatoos malen, die Geschicklichkeit trainieren, ringen oder sägen ließen die Kinderherzen höher schlagen. Auch das Bühnenprogramm speiste sich vor allem aus Ausführungen von Kita- und Grundschulkindern aus dem Stadtteil, ergänzt durch Sportvereine und Musiker. Die Eltern waren in der Regel stolze Zuschauer. "Das Angebot ist bunt und vielfältig und spiegelt die Aktivitäten im Stadtteil", sagt Lothar Klemme, einer der weiteren Organisatoren und seit 1987 dabei. Auch die Politik begleitet das Fest, Bezirksbürgermeister Hans-Jürgen Franz eröffnete es bereits zum 19ten mal.

Die Organisatoren nutzen den Nachmittag auch, um Unterschriften einzuwerben für eine bessere kinderärztliche Versorgung in der Mitte Bielefelds. "Wir fordern kurzfristig die Einrichtung einer kinderärztlichen Sprechstunde im Gesundheitsamt und eine langfristige Verbesserung der kinderärztlichen Versorgung in Bielefeld-Mitte", sagt Erhan Kara. Die Forderungen richtet der Koordinationskreis Ost, in dem sich im Stadtteil arbeitende Einrichtungen zusammengefunden haben, an Oberbürgermeister Pit Clausen. Eltern kommen mit ihre Kindern in volle Praxen, müssen stundenlang warten oder werden erst gar nicht mehr aufgenommen. "Das Problem einer Unterversorgung existiert seit Jahren, passiert ist seitdem aber wenig", ergänzt Erhan Kara.

INFO: Die Unterschriftenlisten liegen nicht nur im Treffpunkt Liebigstraße, sondern auch in vielen sozialen Einrichtungen im Stadtteil aus. Mehr Infos dazu im Treffpunkt Liebigstraße, Telefon 0521. 31531, treffpunkt.liebigstrasse@gfs-bielefeld.de

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