Das Team der Grundschule Vilsendorf bestehend aus Joshua Ahlers, Finn Ellerbrock, Felix Becker, Noel Rempel, Luis Gorny und ihrem Betreuer Achim Meise.

Tischtennis mit Milch

04.04.2019

Erstmals nahm die Grundschule Vilsendorf am größten Tischtennis-Rundlaufturnier Deutschlands teil. Der Name – Milchcup – klingt kurios, erklärt sich aber durch den Sponsoren, die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen.

Mit Bus und Bahn ging es nach Verl zum Bezirksturnier in eine Sporthalle. Dort gab es als Erfrischung zwischen den Spielen unter anderem gekühlte Milch, wie bei dem Namen des Cups nicht anders zu erwarten. Das Team der Grundschule Vilsendorf erspielte sich einen hervorragenden dritten Platz, und es gab beim Turnier einen dritten Platz für die Tischtennisspieler der Grundschule Vilsendorf.

Vorbereitung und Durchführung lagen in der Hand des Offenen Ganztags, genauer der von Achim Meise betreuten Sport-AG. Die findet immer dienstags in Kooperation mit dem TuS Vilsendorf statt. Der Mitarbeiter der GfS ist selber begeisteter Tischtennisspieler. Er spielt regelmäßig im Verein. Ihm ist eine Herzensangelegenheit, die Grundschüler*innen für Tischtennis zu begeistern. Er versucht, den Ballsport locker zu vermitteln und verzichtet auf Regeln, die den Sport für Kinder und Jugendliche eher unattraktiv machen. Dazu gehören eine Kleiderordnung oder auch, dass während des Spiels am Tisch nicht gesprochen werden darf. Bei ihm hingegen läuft auch schon mal der Ghettoblaster, dessen Musik für Schwung sorgt.

Achim Meise hat beobachtet, dass die Koordination zwischen Händen und Augen über die Jahre bei Kindern schlechter geworden ist. Er benennt auch einen Grund: Im Schnitt bewegen sich Kinder heute weniger als früher, sie sind verstärkt in digitalen Welten unterwegs. Und so bedarf es zunächst einiger Übung, den Ball zu treffen, weil die Hand nicht unbedingt das macht, was das Auge zu tun vorgibt. „Wir üben anfangs beispielsweise mit Luftballons und dann mit extragroßen Bällen“, sagt Achim Meise.

Der Erfolg gibt ihm Recht. Tischtennis ist in der Sport-AG inzwischen populär, weil es den Kindern Spaß bereitet. Zwar sei der Effekt, dass sich Kinder auch bei einem Verein anmelden, noch nicht eingetreten, sagt Achim Meise. Aber das kann ja noch werden. Beim Milch-Cup, der sich ausdrücklich an Nicht-Vereinsspieler richtet, ist sein Team noch dabei. Bleibt das Team erfolgreich, könnte es am Ende sogar für die Landesausscheidung reichen.

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