Ziemlich starke Männer gab es zu sehen...

Akrobatische Frauen auch ...

Eine Wahrsagerin darf ebenfalls nicht fehlen ...

Nach dem Auftritt liessen sich die Schauspieler*innen und das Team zurecht feiern.

Alles in Bewegung

22.10.2018

Gerade noch hier und dann schon da. Das geht ganz wunderbar mit einem fliegenden Teppich. Das dachten sich auch die 14 Kinder, die im Internationalen Begegnungszentrum (IBZ) auf der Bühne standen. Ramona Kozma und Vincent Castor hatten in einer Woche das Stück mit den Kindern entwickelt. Bereits zum dritten Mal nahmen Kinder des Treffpunkts Liebigstraße der GfS an dem Angebot der Landesarbeitsgemeinschaft Spiel und Theater teil, und das sehr zahlreich, zehn der Kinder auf der Bühne sind regelmäßige Treffpunktnutzer*innen. "Die Kinder setzen sich im Theater mit ihrer eigenen Situation auseinander", sagt Erhan Kara, Leiter des Treffpunkts.

Die kollektive Kreativität führte zu einer Geschichte, die in Titus Trödeladen begann, aus dem eine Öllampe verschwand. Gemopste Gegenstände werden meistens bemerkt, sicher aber von einem Ladenbesitzer. Der setzt den Detektiv Felicitas Findmann und seine Assistentin Sarah Sammelich auf den Fall an. Und tatsächlich entdecken sie Spuren auf einem Teppich, verdächtige und vor allem sandige Fußabdrücke. Und prompt geht die Reise in den Orient. Den fliegenden Teppich gibt es naturgemäß nur als Andeutung, dafür aber in der Folge schwebende Tücher, fliegende Händler, flugtaugliche, weil akrobatische Gaukler und eine mit Worten schwingende Wahrsagerin. Die Öllampe, und so löst sich die Geschichte auf, ist letztlich in den Besitz eines Menschen gekommen, der damit sein Dorf retten will, weil dort der Baum eingeht und der Lampe Wunderkraft zugesprochen wird. Baum und Dorf werden gerettet, die Lampe steht schließlich wieder im Trödelladen.

Die Kinder bringen das spielerisch leicht, mit Schwung und pointiert auf die Bühne. Die zahlreichen Zuschauer*innen sind erheitert und erfreut, es sind Eltern, Geschwister und viele weitere Kinder. Viele der Kinder, die auf der Bühne stehen, kommen selbst aus Ländern des Orients, oder ihre Eltern sind von dort zugewandert. Ein großes Bild, meint Orient ganz allgemein vor allem Länder aus dem Süden und Osten, geographisch großzügig Afrika und Asien. Ein so weitläufiger und schwammiger Begriff lässt sich gut mit den Erfahrungen und der Fantasie der Kinder auffüllen. "Viele Kinder haben erzählt, was sie erlebt oder auch gehört haben. Diese kleine Entdeckungsreise hat sich zu dem Stück entwickelt", berichtet Vincent Castor. "Die Bühne ist auch ein Erprobungs- und Resonanzraum", fügt Erhan Kara an, "für die Kinder sind sowohl die Entwicklungsphase wie auch die Aufführung schöne Möglichkeiten, sich gemeinsam auszuprobieren".

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