Gehörten zu denjenigen, die das neue Haus eröffneten (v.l.n.r.): Klaus Puschmann, Vorstandsvorsitzender der GfS, Ingo Nürnberger, Sozialdezernent, Kerstin Müller, Leiterin des Hauses und Jan Brautmeier, Bauherr.

Clown Arthur sorgte mit seinen Kunststücken bei Freude bei Klein und Groß.

Claudia Köhler, Leiterin des Fachbereichs Kinder, Jugend, Gemeinwesen, beglückwünscht die Einrichtungsleitung Kerstin Müller.

Singen in Bewegung: Kinder des neuen Kinderhauses begeisterten das zahlreiche Publikum.

Weltenbummler haben nun ein Zuhause

09.10.2018

Sehr schön ist es geworden, das neue Kinderhaus Weltenbummer der GfS in Jöllenbeck. Von außen weiß, schlicht und sachlich, erschließt sich der Glanz des zweistöckigen Hauses von innen: durch große Fenster kommt viel Licht herein, die Räume wirken großzügig und einladend. Viel Herzblut hat Bauherr Jan Brautmeier in das Gebäude gesteckt. Es war sein erster Kita-Bau.

In nur gut sieben Monaten entstand das Gebäude, pünktlich zum Beginn des Kita-Jahres Anfang August war alles abgenommen und betriebsbereit. "Wir konnten den Bau praktisch mängelfrei abnehmen. So was habe ich noch nie erlebt", freut sich Klaus Puschmann, Vorstandsvorsitzender der GfS.

Bauen im Dialog

Das Haus entstand im Dialog. Die GfS konnte ihre Wünsche und Vorstellungen einbringen, Jan Brautmeier und sein Team machten möglich, was immer ging. So nahm der Gedanke Form an, das Haus dezent zu gestalten. "Der Satz, dass die Kinder die Farbe mitbringen, hat sich mir eingeprägt", sagt Jan Brautmeier.

Bis zum Schluss wurde gefeilt und getüftelt, auch seine Frau brachte sich bei der Planung des Innenausbaus ein. Der Bauherr gibt zu, ganz am Anfang zurückhaltend gewesen zu sein, als das Angebot kam, auf dem Grundstück eine Kita zu errichten. Innerhalb weniger Monate wandelte sich das in totale Begeisterung. Zur offiziellen Eröffnung brachte die Familie des Bauherrn bepflanzte Gummistiefel mit und das Versprechen, im kommenden Frühjahr ein Gewächshaus zu errichten, samt ganz vieler unterschiedlicher Tomatenpflanzen.

Die tiefgreifende Zufriedenheit drückte sich in wohliger Stimmung beim Eröffnungsfest aus. Es gab ein von den Eltern zubereitetes reiches Büffet, Clown Arthur trat auf, im Garten nutzen die Kinder die aufgebauten Spielangebote.

Vom Start weg gut ausgelastet - einige Plätze sind noch frei

Die Erwachsenen feierten zunächst, indem sie Reden hielten. Tenor: Alles ist ganz wunderbar geworden. Sozialdezernent Ingo Nürnberger berichtete, die Stadt setze gerade elf neue Kitas um. Das Bauprojekt Kinderhaus Weltenbummler sei gar nicht mal als erstes gestartet, ist nun aber als erstes fertig. "Das ist guter Tag für die Stadt. Die neue Kita schlägt auch eine Brücke vom Oberlohmannshof in den ganzen Stadtteil Jöllenbeck", freut er sich. Denn die Kita liegt an der Eickumerstraße, also nicht versteckt in Quartier sondern offen an einer zentralen Straße, die in den Ort hineinführt. Und: Kinder aus ganz Jöllenbeck besuchen die Kita. Aktuell werden in der Kita 57 Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren betreut, Platz gibt es für 75 Jungen und Mädchen. Einige Plätze für Kinder über drei Jahren können derzeit noch vergeben werden.

16 Kinder kommen aus der aufgelösten Kita Orionstraße

16 Kinder kommen aus der Kita Orionstraße. Die Kita in einem Wohnhaus im Oberlohmannshof war als Provisorium angelegt und konnte nun endlich geschlossen werden, da das Kinderhaus Weltenbummler angelaufen ist. "Es ist schön, dass wir für Kinder, die Unterstützung brauchen, nun passende Räume haben", sagt Frank Horn, der sich als Fachbereichsleiter bereits seit Jahrzehnten für die Menschen im Oberlohmannshof eingesetzt hat. Für ihn war der Eröffnungstag zugleich ein besonderer Tag, war es doch sein letzter Arbeitstag vor dem Beginn der Rente. Bedeutend ist für das Kinderhaus auch für die Gemeinwesenarbeit. "Wir sind gut vernetzt und engagiert, im Stadtteil und in ganz Jöllenbeck, das wollen wir mit dem neuen Kinderhaus noch intensivieren", sagt Claudia Köhler, die neue Leiterin des Fachbereichs Kinder, Jugend, Gemeinwesen.

Die Kinder seien noch in der Eingewöhnungsphase. Deutlich sei aber schon, dass die Kinder und auch ihre Eltern sehr begeistert seien von den tollen neuen Räumen, die das Haus bietet, berichtet Kerstin Müller, die das neue Haus leitet.

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