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Die WG für Menschen mit Behinderung - das Besondere ist normal

Die drei jungen Männer leben zusammen in einer barrierefreien Wohnung. Jeder der Drei hat ein eigenes Zimmer, das er selber eingerichtet hat. Gemeinsam nutzen sie das Pflegebad und die Wohnküche, die zugleich das Zentrum der WG bildet. Auch die Schlafbereitschaft verfügt über ein eigenes Zimmer.

Die Wohngemeinschaft bedeutet den drei jungen Männern viel: Von hier aus planen und gestalten sie selbstständig ihren Alltag. Sie laden Freunde ein und pflegen ihre Hobbys. Nach der Arbeit oder am freien Wochenende erleben sie Gemeinschaft, wenn sie zusammen in der Küche kochen. Sie können sich aber genauso gut in ihr eigenes Zimmer zurückziehen.

Unterstützt werden sie von Assistentinnen und Assistenten der GfS, die eine Begleitung rund um die Uhr sicherstellen. Auch die pflegerische Versorgung ist durch die GfS garantiert. Die Assistentinnen und Assistenten sind da, wenn sie gebraucht werden: Beim gemeinsamen Einkauf im Supermarkt, beim Verfassen eines Briefes an den Arbeitgeber oder mit einem Gespräch in einer persönlichen Krise. Sie helfen bei der Pflege und beim Führen des Haushalts. Sie helfen bei Bedarf morgens beim Aufstehen, beim Waschen und beim Frühstück machen. Und sie sind schwerpunktmäßig nachmittags wieder da, wenn die WG-Bewohner von der Arbeit nach Hause kommen. In der Nacht ist eine Schlafbereitschaft anwesend. Auch unterstützen sie aktiv die Freizeitgestaltung und erleichtern damit die Teilnahme am kulturellen und sozialen Leben.

Dass alle Hilfen aus einer Hand kommen, macht die Unterstützung für die drei jungen Männer übersichtlich, denn sie sind es, die ihre Bedarfe vereinbaren und die passenden Hilfen anfordern.

Hürden aus dem Weg geräumt
Der Weg zur Wohngemeinschaft war mit Hürden versehen: Die WG konnte nur mit viel Willen, Engagement und Geduld der Betroffenen entstehen. Alle Beteiligten - neben den drei jungen Männern ihre Eltern, Behörden und die GfS als Träger der vielfältigen Assistenz- und Pflegeleistungen - zogen schließlich an einem Strang. Heute sind die Drei stolz darauf, diesen Schritt gewagt zu haben. 

Die WG-Bewohner haben durch ihre Initiative viel gewonnen: Sie leben nun deutlich selbstbestimmter und selbstständiger als dies in ihrem Elternhaus möglich wäre. Auch die Eltern sind zufrieden mit dem gut vorbereiteten Ablösungsprozess.

Die Wohngemeinschaft ist ein gutes Beispiel für andere zukünftige Wohnprojekte. Sie zeigt Interessierten, dass selbstbestimmtes Wohnen für Menschen mit Behinderung möglich ist. 

 

Kontakt:
Die GfS berät Sie gerne auf dem Weg in Ihr neues Zuhause. Sollten Sie eine Beratung wünschen, sprechen Sie uns an: Vanessa Heller, fon 0521. 520 01 -170, E-Mail vanessa.heller@gfs-bielefeld.de