Wilde 13 legt bei der GfS an
Die Kindertagesstätte „Die Wilde 13“ im Bielefelder Osten ist seit dem 1. September 2009 Teil der GfS. 27 Jahre führte eine Elterninitiative als Verein die Kita an der Ravensberger Straße. Die Kita ist eine der ältesten in Bielefeld, ursprünglich noch im Geist der 1970er Jahre als „Kinderladen“ geführt. „Wir sind alle berufstätig, da ist es schwer, einen solchen Verein ehrenamtlich zu führen“, erklärt Barbara Brune, Vorstandsfrau bis zum Wechsel zur GfS, „durch das Kinderbildungsgesetz Kibiz sind die Aufgaben weiter gewachsen“. Also fasste der Vorstand den Entschluss, einen neue Organisationsform zu suchen. „Wir haben uns umgeschaut. Mit der GfS kam mit Abstand die größte Schnittmengen heraus“, sagt Joachim Rensing, ebenfalls ehemaliges Vorstandsmitglied. Hier könne auch am ehesten der alte Geist erhalten bleiben.
Der „alte Geist“ soll auch der künftige sein, versichert Frank Horn, Fachbereichsleiter Kinder und Jugend der GfS. Ihn zeichnet eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern aus. „Wir hatten hier immer ein großes Bedürfnis der Eltern, mitzubestimmen“, sagt Joachim Rensing, „das brachte oft Dynamik in Entscheidungen und hat sich so positiv auf die Arbeit mit den Kindern ausgewirkt“. Hinzu kam – typisch für eine Kita, die von einer Elterninitiative geführt wird – dass die Eltern sich auch ganz praktisch einmischten, indem sie kochten, putzten und renovierten. Dies wird in Zukunft im Alltag nicht mehr nötig sein, doch die starke Stimme der Eltern will die GfS erhalten. „Das ist ein Merkmal all unserer Kinder- und Jugendeinrichtungen“, sagt Uwe Reeske, Geschäftsführer der GfS. Die Eltern der Wilden 13 haben zudem einen Förderverein gegründet, der die Entwicklung der Kita in Zukunft begleiten wird.
Die pädagogische Leitung bleibt in den Händen von Antje Meier, alle neun Mitarbeiterinnen, unter ihnen ein männlicher, bleiben an Bord – auch wenn die Wilde 13 das Piratensegel gegen das Banner der GfS getauscht hat. Anders als in Michael Endes Buch bricht die Wilde 13 als Bande von Piraten nicht mehr auf, um die Welt unsicher zu machen. Eine Aufbruchstimmung ist aber da bei den Mitarbeiterinnen. Die Kita wird sich durch die Übernahme in nächster Zeit weiterentwickeln.
Für die 36 Kinder zwischen einem und sechs Jahren, unter ihnen zehn Kinder unter drei Jahren, wird das Haus kräftig renoviert. Dafür will die GfS in den kommenden Jahren rund 200.000 Euro investieren. Zwei Jahre mietfrei und danach eine geringere Miete, dies ist das Ergebnis erfolgreicher Verhandlungen mit dem Eigentümer der Räumlichkeiten. Das Geld, das bei der Miete gespart wird, steckt die GfS in die Räume, erklärt Uwe Reeske – es macht allerdings nur einen Teil der Umbaukosten aus.
Mit der Wilden 13 betreut die GfS inzwischen rund 700 Kinder in Kitas, Kinderhäusern, Schulbetreuungsangeboten und Stadtteiltreffpunkten. Anfang 2009 kam die Kinderinsel am Ehlentruper Weg zur GfS.


