Die Kooperation weiter aufbauen

 

Hans Wiedemann heißt der neue Pflegedienstleiter der GfS. Er will die Pflege weiter vernetzen.

 

 

Hans Wiedemann heißt seit 1. August der neue Pflegedienstleiter der Gesellschaft für Sozialarbeit (GfS). Der gelernte Krankenpfleger war Stationsleiter der Uniklinik Frankfurt, qualifizierte sich zwischenzeitlich zur Pflegedienstleitung weiter und freut sich nun auf seine neue Aufgabe. „Mich reizt vor allem die abwechselungsvolle Arbeit und das große Spektrum an Aufgaben in der GfS“, sagt er.

 

25 Mitarbeiter hat der Pflegedienst, der von allen Kassen anerkannt ist. Er ist eng verzahnt mit anderen Diensten der GfS, wie dem Mobilen Sozialen Dienst oder dem Individuellen Service für Menschen mit Behinderung. So gehören Senioren, Menschen mit Behinderung, psychisch Erkrankte, Suchtkranke und Menschen in schwierigen sozialen Lagen zum Kundenkreis. Die Klienten wohnen zu Hause und in Wohngruppen. „Viele vertrauen uns, weil sie schon hervorragend von einem der anderen Dienste der GfS betreut werden“, sagt Brigitte Tegtmeier, Abteilungsleiterin Pflege der GfS.

 

Wiedemann will die Kooperationen innerhalb der GfS weiter aufbauen. Die Fachkräfte des Pflegedienstes geben unter anderem Medikamente, wechseln Verbände, übernehmen die Körperpflege, auch Sterbebegleitung gehöre dazu. „Wir sorgen dafür, dass die Menschen so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können“, sagt Brigitte Tegtmeier. Durch die weiteren Angebote der GfS werde dies leichter. So kann sich der Mobile Soziale Dienst darum kümmern, die Wohnung sauber zu halten. Der Wäschedienst wiederum nimmt die Schmutzwäsche mit und bringt sie sauber zurück.

 

Kostenlose Pflegeberatung

 

Viele Pflegende überschätzen ihre Kräfte und meinen, sie würden das schon alleine schaffen. Auch fällt es vielen Angehörigen schwer, fremde Fachkräfte zur Hilfe zu holen, wenn es um die Pflege naher Verwandter geht. Dabei sind die Mitarbeiter des Pflegedienstes gut ausgebildet, bei der GfS sind sogar mehr Examinierte im Einsatz als vom Gesetzgeber gefordert. Hans Wiedemann bietet künftig kostenlose Beratung an, wenn Angehörige wissen wollen, wie sie optimal pflegen können.

 

So gilt seit 1. Juli gilt die Reform des Pflegegesetzes. Die Sätze der Pflegehilfen haben sich um rund zehn Prozent erhöht, weitere Erhöhungen folgen in zwei Stufen. „Viele wissen gar nicht, wofür sie Geld bekommen können“, sagt Hans Wiedemann. So kann etwa eine sogenannte Ergänzungspflege für Demenzkranke beantragt werden. Der Satz wurde nun deutlich erhöht, von 430 Euro im Jahr auf bis zu 2400 Euro. Auch die sogenannte Verhinderungspflege sei vielen nicht bekannt, ergänzt der neue Pflegedienstleiter. Diese ermögliche es Angehörigen, beispielsweise drei Wochen in den Urlaub zu fahren oder etwa einen Nachmittag in der Woche Schwimmen zu gehen. Die Pflegekasse zahlt dann die Fachkräfte, die in dieser Zeit die Pflege übernehmen.

 

Hans Wiedemann wird aber nicht nur beraten, er kümmert sich auf um die Neukunden, hält die Kasse zusammen, plant die Touren der Mitarbeiter und kümmert sich um die Weiterbildung. „Ich bin dafür verantwortlich, dass die Pflege auf einem hohen Niveau erhalten bleibt und noch weiterentwickelt wird“, sagt er. Eine Menge Arbeit, die er gemeinsam mit Brigitte Tegtmeier angehen will.

 

 

Hans Wiedemann, Pflegedienstleiter, ist telefonisch zu erreichen unter 05221. 5200 139.