Barrierefrei Wohnen im Bielefelder Süden

 
Auf großes Interesse stieß das erste Informationsforum „Wohnformen der Zukunft im Bielefelder Süden“ Anfang März im Sennestädter Altenwohn- und Sozialzentrum. Im Blickpunkt stand die Frage, wie Menschen mit Behinderungen zu attraktivem Wohnraum im Bielefelder Süden kommen.

 

Die Veranstaltung der Gesellschaft für Sozialarbeit im Paritätischen Wohlfahrtsverband (GfS) klärte über bestehende Möglichkeiten auf. „Im zweiten Schritt entwickeln wir dann gemeinsam mit den Betroffenen Projekte für die verschiedenen Wohnformen und versuchen diese umzusetzen“, erklärt Angelika Wünnerke, Fachbereichsleiterin für ambulante Behindertenhilfe der GfS.

 

Im vergangenen Jahr hatte die GfS ein ähnliches Projekt bereits in der Stadtmitte durchgeführt, mit großer Resonanz. Ein praktisches Ergebnis ist, dass sich eine fünfköpfige Gruppe von Rollstuhlfahrern zu einer Hausgemeinschaft zusammengefunden hat. Einer der Projektteilnehmer im vergangenen Jahr war Karlheinz Balzukat, der auf die schlechte Wohnsituation im Bielefelder Süden hinwies. Daraufhin organisierte die GfS das Informationsforum in Sennestadt.

 

Im Bielefelder Süden ist das Thema vielen Menschen mit Behinderung ein großes Anliegen. So wurden beim Informationsforum Ideen ausgetauscht, welche Wohnformen denkbar sind. Viele haben den Wunsch, mit anderen Menschen gemeinsam zu wohnen. Doch es sind wenige barrierefreie Wohnungen auf dem Markt, die die nötige Größe aufweisen. „Die vorhandene Architektur Sennestadts erschwert Umbauten zu behindertengerechten Wohnungen“, erklärt Thorsten Försterling, der als Architekt an dem Informationsforum teilnahm.

 

Als die Veranstaltung nach zweistündigem Austausch endete, hatten sich bereits erste Kontakte geknüpft. Aus dem Informationsforum heraus bildete sich eine Gruppe, die über bestehende Möglichkeiten erkundigen und eine Vision für zukünftige Wohnformen im Bielefelder Süden entwickeln will. Erweist sich die Vision als gangbar, könnten daraus neue Wohnprojekte für Menschen mit Behinderungen entstehen.