
- Das cover der Film-DVD
Dienstag, 22. Mai 2007
„Bewegende Bilder“
„Mit Menschen für Menschen“ heißt der neue Film der Gesellschaft für Sozialarbeit (GfS), der im Café Komm Premiere feierte. Kompakt in knapp 14 Minuten und 14 Kapiteln stellt er die Arbeitsfelder der Bielefelder GfS vor.
Benjamin Bischof drehte den Film. Wochenlang fuhr er mit seiner Kamera kreuz und quer durch Bielefeld, tauchte ein in die Einrichtungen der GfS. Mit dem Film ist ihm eine respektvolle Perspektive auf die Menschen gelungen, die soziale Dienste in Anspruch nehmen. Einfühlsam zeigt der Film Situationen, in denen die
Mitarbeiter der Einrichtungen helfen. „Für mich war das sehr
spannend. Vom Zivildienst abgesehen, hatte ich vorher mit dem
sozialen Bereich keine Berührung“, sagt Bischof, der in Dortmund
Kamera studiert. Die GfS hatte bei ihm den Film in Auftrag gegeben.
„Herausgekommen sind authentische Bilder. Ich habe bei den
Dreharbeiten viele zufriedene Menschen getroffen.“
Zwei dieser Menschen sind Andrea Dieck und Axel Lohmann. Beide
werden vom ISB (Individueller Service für Menschen mit Behinderung)
der GfS betreut. Der Service ermöglicht es körperlich behinderten oder
chronisch kranken Menschen, weiter in den eigenen vier Wänden zu
leben. Axel Lohmann wurde vom Filmteam in seiner Wohnung und
beim Einkaufen im Supermarkt gefilmt, Andrea Dieck im Cafe Komm.
Beiden hat es großen Spaß gemacht, einmal vor der Kamera zu stehen.
„Es war spannend und auch lustig“, sagt Andrea Dieck.
Die GfS lud am Dienstag alle Beteiligten ins Cafe Komm. Im Cafe Am
Zwinger in der Innenstadt treffen sich Menschen mit und ohne
Behinderung. Ein Mittagstisch, Kaffee und Kuchen gehören zum
Angebot. Am Dienstag Nachmittag verwandelte sich das Cafe in einen
Premierensaal. Wer am Film mitwirkte, bekam als Dank den Film auf
DVD, eine Premieren- Urkunde und einen Schokoladen-Osterhasen.
„Die goldenen Osterhasen sind unsere Oskars“, sagt Konrad Rühling,
Leiter des Psychologischen Beratungsdienstes der GfS. Er hatte den
Film zusammen mit Benjamin Bischof konzipiert. Entsprechend freut er
sich über die positive an Resonanz. In dem Film stehen die
Menschen, die die Angebote der GfS nutzen, im Mittelpunkt. „Die Idee
für einen Film mit 100 Gesichtern ist gut angekommen.“
Auch Uwe Reeske, Geschäftsführer der GfS (links im Bild), ist vom Film
beeindruckt. Der Film zeige in kurzen und bewegenden Bildern, was
Sozialarbeit heute bedeutet. „Mein Wunsch ist, dass außer der GfS
viele Anbieter von sozialen Leistungen ähnlich anschauliche
Informationen und Darstellungen entwickeln, wie es mit diesem Film
gelungen ist“, sagte Uwe Reeske in einer Ansprache während der
Premierenfeier. Soziale Hilfen bräuchten Medien, um öffentlich
wahrgenommen zu werden. Ziel der GfS sei es, für eine Gesellschaft zu
wirken, „in der alle Menschen eine gute Perspektive haben“.
Eine Kurzfassung (5,9 MB) sehen sie hier
Eine DVD mit dem Film kann kostenlos bei der GfS angefordert werden, Tel. 0521. 5 20 01 10





